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Konzert
am 28.Januar 2001
Die Reihe 9 / 2001 der Orgelkonzert wird am Sonntag, den
28. Januar 2001 um 18.00 Uhr mit einem Konzert des Duos „HORN & PIPE“ eröffnet.
Die beiden Musiker Stephan Lenz (Orgel) und Peter Dußling (Saxophon) spielen
eigene Werke und Arrangements.
Die Presse meint: „Horn & Pipe begann im Sommer
1995 mit einem eher lockeren Zusammentreffen für die musikalische Begleitung
einer Hochzeit. Es sollte sich als Grundstein für ein ausserordentlich
erfolgreiches Ensemble erweisen. Horn & Pipe ist ein Paradebeispiel für
Synergieeffekte. Hier musizieren zwei Musiker, die über ihr Zusammenspiel
hinaus weit mehr als nur eine musikalische Freundschaft verbindet. Es
verschmelzen musikalische VORSTELLUNGEN VON Jazz und Pop mit denen von Klassik
und Kirchenmusik. Dieses geschieht mal fetzig, groovig, mal meditativ,
nachdenklich in eigenen Arrangements von Bach, Jazzstandarts, Kirchenliedern und
Gospels.
Hinzu kommt für die Konzertbesucher ein faszinierendes
Raum-Klangerlebnis. Das Zusammenspiel von Kirchenorgel und Saxophon ergänzt
sich hervorragend zu einem den ganzen Kirchenraum erfüllenden, nicht mehr
differenzierbaren Klanggebilde.“
Ende April wird eine CD des Duos erscheinen, die in
unserer Kirche produziert wird
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Konzert am
22. Juli 2001
mit Prof.
Dr. James M. Drake, Logan, Utah, USA
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Programm: |
1.
Johann Sebastian Bach 1685
– 1750
Praeludium und Fuge a-moll BWV
543
Choralvorspiel „Nun komm, der Heiden Heiland“ BWV 659
2.
Felix Mendelssohn-Bartholdy 1809 – 1847
Praeludium und Fuge e-moll
(Fassung: William T. Best)
3. Guy
Weitz 1883 – 1970
Symphonie Nr. 1 (1932)
Regina
Pacis – Mater dolorosa – Stella Maris
4.
Franklin
D. Ashdown geb. 1942
Tuscan Adagio
A Franciscan Pastorale
5.
Marcel Lanquetuit 1894 –
1985
Toccata D-Dur
Felix
Mendelssohn-Bartholdy
William Thomas Best war der
renommierteste Konzertorganist Englands des 19. Jahrhunderts. Er bearbeitete
weit über 150 Werke der Musikliteratur für Orgel.
Mendelssohns Präludium und
Fuge e-moll für Klavier erschien 1842 im Druck.
Thema (in Tenorlage) und
Begleitung (in der
Oberstimme) des Präludiums werden in einer Art Prolog nacheinander vorgestellt.
Beide Motive bilden das gesamte Material des rastlos eilenden Stückes.
Die Fuge beginnt mit einem
ungewöhnlichen Septimsprung in ganzen Noten, welcher anschließend durch einen
abwärtssteigenden Skalengang in punktierten Notenwerten ausgefüllt wird.
Guy Weitz
Guy Weitz,
Zeitgenosse von Marcel Dupré, stammt aus Belgien; er studierte in Paris bei
Widor und Guilmant. Er war dann Professor an Konservatorium in Liège;
mit dem Ausbruch des ersten Weltkriegs wanderte er nach England aus, wo
er zunächst Organist an Westminster, später an der Jesuiten-Kirche war.
Die 1. Symphonie ist
meisterhaft komponiert und nutzt raffiniert die Möglichkeiten der symphonischen
Orgel. Das Motto zu Beginn des ersten Satzes erscheint am Ende des Finalsatzes
in gesteigerter Form und bildet so eine Klammer. Die Themen der drei Sätze
entstammen der Gregorianik (Ave Maria; Stabat Mater dolorosa; Ave Maris stella).
Der
erste Satz lässt den Einfluß Cèsar Francks deutlich erkennen. Der zweite Satz
schildert die Schmerzen Marias unter dem Kreuz, ausgedrückt durch
spannungsgeladene Akkorde und kühne Modulationen; im ruhigen Schluss erklingt
im Tenor das Thema „Ave Maria“. Der letzte Satz ist eine Toccata in ABABA
Form, über wogenden Akkordbrechungen erklingt im Pedal das Thema, das später
in den B-Teilen kanonisch zwischen Sopran und Bass erscheint. Eine Coda beschließt
triumphal des Werk.
Franklin
D. Ashdown
Seine Werke können
als typische zeitgenössische amerikanische Orgelmusik angesehen werden:
handwerklich solide gearbeitete Stücke mit einem Schuß von „American way of
life“, denen man einfach gerne zuhört, m.a.Worten: Beste musikalische
Unterhaltung.
Zwischen Ritornellen
erklingt dreimal eine Melodie, die rhythmisch variiert und auch eine klangliche
Steigerung erfährt.
Dem Franciscan Pastorale liegt
das amerikanische Lied „All Creature of Our God and King“ zugrunde,
das auch im Verlauf des Stückes zitiert wird. (Text nach Franz von Assisi; die
Melodie findet sich auch im Gotteslob Nr. 576 „Lasst uns erfreuen herzlich sehr“, M: Köln 1623)
Marcel Lanquetuit
Seine Komposition
ist eine typischer Vertreter des Genres „französisch-symphonische
Orgeltoccata“: rastlos pulsierende Akkorde in der Manualen erklingen über
einer Melodie im Pedal; durch trugschlußartige Wendungen erscheint das Stück
in ständig neuem Licht.
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Konzert
am 16.September 2001
Julia Bauer (München/Mainz),
Sopran und Peter Alexander Stadtmüller (Mainz), Orgel, bringen Werke von Eben,
Fink, Krieger, Piazza, Purcel, Reger und Rinck für Orgel und Sopran zur Aufführung.
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Konzert am 26. Januar 2002
Die
Reihe 12 / 2003 der Orgelkonzerte in St. Albertus Magnus, Oberesslingen,
Hasenrainweg 40, wird am Sonntag, den 26. Januar 2003 um 18.00 Uhr mit einem
Konzert des Duos „HORN &
PIPE“ – Jazz für Saxophon und Kirchenorgel –
eröffnet. Die beiden Musiker Stephan Lenz (Orgel), Weinstadt und
Peter Dußling (Saxophon), Waiblingen, spielen eigene Werke und Arrangements.
Die
Presse meint: Horn & Pipe begann im Sommer 1995 mit einem eher lockeren
Zusammentreffen für die musikalische Begleitung einer Hochzeit. Es sollte sich
als Grundstein für ein außerordentlich erfolgreiches Ensemble erweisen. Horn
& Pipe ist ein Paradebeispiel für Synergieeffekte. Hier musizieren zwei
Musiker, die über ihr Zusammenspiel hinaus weit mehr als nur eine musikalische
Freundschaft verbindet. Es verschmelzen musikalische Vorstellungen von Jazz und
Pop mit denen von Klassik und Kirchenmusik. Dieses geschieht mal fetzig, groovig,
mal meditativ, nachdenklich in eigenen Arrangements von Bach, Jazzstandarts,
Kirchenliedern und Gospels.
Hinzu
kommt für die Konzertbesucher ein faszinierendes Raum-Klangerlebnis. Das
Zusammenspiel von Kirchenorgel und Saxophon ergänzt sich hervorragend zu einem
den ganzen Kirchenraum erfüllenden, nicht mehr differenzierbaren Klanggebilde.“
Eine
Anmerkung in eigener Sache:
Um
jedermann den Eintritt zu ermöglichen, erheben wir bewusst keinen Eintritt.
Dennoch sind wir auf ihre Spenden angewiesen.
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Magnus
Heiter, Tübingen
Eine herzliche Einladung ergeht zum nächsten Orgelkonzert,
welches am Sonntag, den 17. Februar um 18.00 Uhr stattfindet. Magnus Heiter (Tübingen)
spielt Werke von Johann Sebastian Bach, Dietrich Buxtehude, Morton Feldmann und
Max Reger.
Magnus Heiter (geb. 1972) erhielt seine erste
musikalische Ausbildung in Heidenheim. Von 1993-1997 studierte er katholische
Kirchenmusik in Rottenburg (Orgel bei Bernhard Ader und Gerd Kaufmann), seit
1999 Schulmusik und Anglistik in Stuttgart (Orgel bei Ludger Lohmann). Von 1995
-1997 war er nebenberuflicher Organist in Stuttgart und am Rottenburger Dom,
anschließend Kirchenmusiker in Leutkirch und Friedrichshafen. Seit 1999 ist er
in Böbingen an der Rems tätig.
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Konzert
am 28. April 2002
Ausführende:
Monika Stadtmüller, Oboe und Englischhorn
Peter A. Stadtmüller, Orgel
Johann Sebastian
Bach Präludium und Fuge C-Dur, BWV 545
1685-1750
Johann Ludwig
Krebs Fantasia f-moll für Oboe und Orgel
1713-80
Joseph
Gabriel Rheinberger Sonate Nr. 3, G-Dur, op. 88 (1875) (Pastoralsonate)
1839-1901
Pastorale; Con moto
Intermezzo; Andanto con moto
Fuge; Non troppo allegro
Rhapsodie Des-Dur für Oboe und Orgel
nach dem Andante der Orgelsonate f-moll, op. 127
Max
Reger Benedictus, op. 59,9
1873-1916
Bernhard Krol Antifona für Englischhorn und Orgel, op. 53
geb. 1920
Daniel
Pinkham 5 Stücke aus „Saints' Days“ (1999)
geb. 1923
St. Brigid von Irland
St. Gabriel
St. Georg
St. Christopher
St. Michael
Calvin
Hampton Variationen über „Amazing Grace“ für Englischhorn und Orgel
1938-84
(1983)
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Konzert am 16. Juni 2002
Ausführende:
Elisabeth Zawadke
Guy
Bovet (1942) 12 Tangos Ecclesiasticos
1. Tango primero, de 1er tono,
canonigo, sobre Ave Maris Stella
2. Tango de 2do tono, para
los Barbaros teutónicos que pisan la Musica con
los piés
3. El mismo Tango de 2do tono,
para tocar con las manos
4. Tango de tercer tono
proibido, dicho de la Princesa
5. Tango de cuarto tono de
falsas, per l'Elevatione
6. Tango de quinto tono de
mano izquierda
7. Tango de sexto tono, de
batalla
8. Tango de setimo tono, a
modo de Habanera con aparición milagrosa del
famoso J.S.
Bach
9. Tango de octavo tono,
sobre el Veni Creator
10. Tango de medio registro de tiple de noveno tono, de Polonia
11. Tango de decimo tono, dicho del Gato
12. Tango de undecimo tono, a modo de Bossanova
13. El Tango de los Tangos
Die zwölf "Tangos Ecclesiasticos" von Guy Bovet entstanden im Jahr
2000 im
Zusammenhang mit seinen Arbeiten über altspanische Orgelmusik, insbesondere
mit der Herausgabe der Werke von Francisco Correa de Arauxo. Sie sind vor
allem für die Darstellung auf historischen Instrumenten gedacht und befinden
sich auf verschiedenste Weise im Spannungsfeld zwischen kirchlicher Musik
(ecclesiasticos) und der Welt des Tangos. Es handelt sich also hier zumeist
nicht um tanzbare Tangos, sondern um Orgelwerke mit Bezug zu verschiedenen
Stationen der Musikgeschichte, aber immer in der unverwechselbaren
musikalischen Sprache Guy Bovets, die ihre Einheit durch ihren
unterschiedlichen Bezug zur Welt des Tangos bekommen. Der gesamte Zyklus
wird, gespielt von Elisabeth Zawadke, in den nächsten Monaten auf CD
erscheinen.
Zu den einzelnen Tangos
1. Die Sammlung beginnt mit einem Tango im ersten Ton. Er wird im Pleno
gespielt und im Pedal erscheint der c.f. Ave Maris Stella in einer
Zungenregistrierung. Der Mittelteil wechselt auf das kleinere Pleno des
Positivs und wechselt schließlich mit dem Laufwerk wieder zurück.
2. Ein Tango für Pedal solo für "die teutonischen Barbaren, die die Musik
mit
Füßen treten." Es ist hier an die deutschen Orgeln gedacht, die schon früh
über ein großes ausgebautes Pedal verfügten. Dieser Pedaltango ist ziemlich
virtuos, bis zu dreistimmig und geht von einem Pedal im Umfang von C bis f
aus. Er ist mit starken Registern zu spielen.
3. Es handlet sich hier um eine Fassung des vorigen Tangos für Manual, zu
spielen mit einer Aliquotregistrierung
4. Der dritte Kirchenton, Tonart des nächsten Tangos, galt in der
Vergangenheit als verboten, weil er mit einem Halbtonschritt beginnt und eine
vollkommene Kadenz nach den strengen Tonsatzregeln der damaligen Zeit nicht
möglich war. Daraus ergibt sich eine gewisse Nähe zu den Modi, mit denen man
im Morgenland die sinnlichen Tänze der Prinzessinnen aus 1001 Nacht zu
begleiten pflegte.
5. Der folgende Tango ist im Stil einer italienischen Elevationstoccata mit
ihren Vorhalten und Dissonanzen gehalten, ein von ferne an Tango erinnerndes
Motiv taucht zwischendurch kurz daraus auf, um sogleich wieder zu versinken
6. Der Tango im fünften Ton ist für ein Solo in der linken Hand komponiert,
das mit einem Zungenregister gespielt wird.
7. Hier folgt ein Tango in der Art einer Batalla, gespielt auf den
Zungenregistern der Orgel
8. Der Tango im siebten Ton ist eine Habanera. Nach einer kurzen Einleitung
erklingt das typische Motiv einer Habanera in der linken Hand, kombiniert mit
einem Triolenrhythmus in der rechten Hand. Bovet schafft hier eine
Kombination der Atmosphäre in Havanna/Cuba und läßt dort in der Mitte des
Stückes (da die Tangos ja ecclesiastico sind) J.S. Bach auftreten
9. Der folgende Tango steht im 8. Ton, wird im Pleno gespielt und im Pedla
erscheint nach einer kurzen Einleitung der c.f. Veni Creator. Am Schluß geht
das Stück in sehr kurzer Zeit durch den Quintenzirkel, was darstellt, daß
sich der Heilige Geist über den ganzen Erdkreis verteilt.
10. Der Tango im neunten Ton hat den Beisatz "de Polonia". Hier ist
der Bezug
zu F. Chopin gemeint, aber auch auf den Papst verwiesen, der aus diesem Land
stammt. Es handelt sich um ein ausgedehntes Solo in der rechten Hand auf dem
Cornet
11. Der Tango im zehnten Ton, genannt "die Katze" ist wiederum ein
Solo für
die rechte Hand, zu spielen auf der Vox humana mit Tremulant. Es imitiert die
Rufe, Sprünge, Bewegungen einer Katze und ist entsprechend etwas frei zu
gestalten.
12. Beim nächsten Tango handelt es sich um einen Bossanova, einen Tanz,
berühmt in Brasilien. Er wird auf zarten Registern gespielt und wird bestimmt
durch folgenden Rhythmus: 3+3+2. Diese Rhythmusteilung findet sich allerdings
auch in Werken von Aguilera, Bruna, Correa, Coelho und anderen, was den Bezug
des Bossanova aus Rio de Janeiro zur Tradition der altspanischen Orgelmusik
wieder herstellt.
13. Dieser letzte Tango im zwölften Ton auf C wird auf dem Pleno gespielt,
ein großer Abschluß dieses Zyklus.
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29. Januar 2006,
18.00 Uhr - horn
& pipe, Peter Dußling, Saxophon,
Stephan Lenz, Orgel
Geradezu leidenschaftlich begegnen sich
der Jazzmusiker Peter Dußling und der studierte Pianist aus dem „ernsten“
Lager, Stephan Lenz und schaffen ein erlebenswertes gleichgewichtiges
Miteinander von Jazz, Klassik, Kirchenliedern und eigenen Kompositionen. Dabei fühlen
sich beide auch im Revier des anderen gleichermaßen wohl. Horn & Pipe
erfreuen den Hörer weit hinaus über den frischen Wind aus Orgelpfeifen und dem
Saxophon:
Neben den musikalischen Wendemanövern überraschen sie mit spieltechnisch
brisanten Arrangements. Sie führen das Publikum aus den Gewohnheiten des Hörens
hinaus in ein neues Empfinden für die Kraft vertrauter Stücke, in dem sie
impulsiv gegen sie anstürmen oder sie nachhaltig durchkreuzen, ohne deren
Flagge einzuholen. Dabei bleiben Horn & Pipe nicht nur ihrer „Untreue“
zu den musikalischen Standards treu. Seit die befreundeten Musiker sich mit
ihrem Crossover auf den Weg durch Deutschlands Kirchen gemacht haben, ist es ihr
Konzept geblieben, sich auf kein Konzept einzulassen.
Das Publikum
honoriert diese Form der Selbstverwirklichung, die sich ohne das Votum der Hörer
vollzieht aber sich ihm dennoch anbietet. Neben Virtuosität und Reife hat das
Duo in mittlerweile über 140 Kirchenkonzerten und Auftritten im Rahmen von
Musikreihen (zuletzt beim Festival Europäische Kirchenmusik 2003 in Schwäbisch
Gmünd) an Identität gewonnen.
02.
April 2006, 19.00 Uhr - František
Vanicek, Hradec Králocé (Königgrätz), Tschechische Republik
Frantisek Vanicek (*1969) gewann nach dem Studium am Konservatorium
in Pardubice (J. Rafaja) und an der Akademie der musischen Künste in Prag (J.
Hora) Erfahrungen an der Akademie der Kunst in Utrecht. Er erwarb zweiten Preis
in dem A. Schweitzer - Orgel - Wettbewerb in dem holländischen Deventer im
Jahre 1991. Die internationale Jury sprach ihm also die höchstgeschätzte
Anerkennung aus. In demselben Jahr bewertete der tschechische Musikfonds seine
ausländische Repräsentierung mit dem Prestigepreis Premier prix. Seit dem
Jahre 1989 realisierte er über 500 Orgelsolokonzerte, vor allem im Ausland (z.
B. Japan, USA, Italien, Schweiz, Deutschland, Frankreich, Polen, Dänemark,
Schweden, Norwegen usw.), vor allem aber in den Niederlanden. Er half hier eine
Humanitärmission zu erfüllen, bei der Sammlung, die zugunsten der Opfer des
Hochwassers im Jahre 1997 veranstaltet wurde. Das Publikum und die Kritik schätzen
sein „famoses und glänzend beherrschtes
Spiel“ (De Orgelvriend, 1991), „den hervorragenden Künstler“ (Corriere di Torino, 1994) oder „faszinierendes
Orgelspiel“ (Frankfurter Neue Presse, 1999). Seit dem Jahre 1995
unterrichtet er das Orgelspiel an der Universität Hradec Králové. Daneben
arbeitet er als Korrepetitor mit dem Kinderchor Jitro mit.
11.
Juni 2006, 19.00 Uhr -
Boris Arkadieff, St. Petersburg, Russland,
Der in Sankt
Petersburg geborene Künstler studierte an der dortigen Musikhochschule in der
Klasse für Hochbegabte und schloss sein Studium im Jahre 1977 in Orgel
und Klavier mit höchsten Auszeichnungen ab. Sein Repertoire und seine
Interpretationskunst vertiefte er danach bei Professoren Hans Haselböck (Wien),
Günther Kaunzinger (Würzburg) und
Klemens Schnorr (Freiburg). 1978 bis 1998 unterrichtete er sowohl an der
Musikhochschule wie auch an der Akademie für Kultur; seit 1995 ist er Organist
am Akustischen Studio “Der Mensch und die Umwelt” in St.Petersburg. Ab 1978
konzertiert Arkadieff regelmäßig in Russland, Baltischen Staaten, Deutschland
und anderen Westeuropäischen Landen. Seine Auftritte, auch im Rahmen
verschiedener internationaler Orgelfestivals,
wurden vom Publikum und in der Presse hervorragend gewürdigt.
1996 initiierte
Arkadieff im Rahmen des wissenschaftlichen Projektes “Akustik der Zukunft”
das Proekt "THEOSIS" („THEory Of
Sound In Space") zur Erforschung des Klanges, das der Wechselwirkung
zwischen Klang und Umwelt wie auch einigen bedeutenden Problemen des gegenwärtigen
Orgelbaus nachgeht.
Seit dem Jahr 2000
ist Boris Arkadieff auch Organist an der Reformierten Kirche und Professor für
Musik am Theologischen Seminar Sankt-Petersburg.
23. Juli 2006, 19.00 Uhr -
James Drake, Logan, Utah, USA
Prof. Dr. James M. Drake, geboren 1938 studierte am Royal College
of Music in London bei dem französisch-belgischen Organisten Guy Weitz; weitere
Studien an der Indiana University schlossen sich an. An
der University of Southern Califonia promovierte er.
Heute ist er Dekan des Organ Department der Utah-State-University Logan
und Dozent an der Claremont Graduate School of Music in Kalifornien.
Er unterrichtet außerdem in der
Alexander-Technik, welche eine große Hilfe für ein entspanntes, lockeres Spiel
darstellt. Verschiedene Workshops in den USA und Europa wurden von ihm geleitet.
Auf seinen Konzertreisen durch die
USA und Europa feierte er großartige Erfolge; durch seine Rundfunkaufnahmen und
Platteneinspielungen hat er sich international einen Namen gemacht.
24. September 2006, 19.00 Uhr
- Paolo Oreni, Treviglio, Italien
Paolo Oreni wurde 1979 in Treviglio, Italien, geboren. Er
besuchte die Klasse für Orgel und Orgelkomposition von Giovanni Walter
Zaramella am Musikalischen Institut "Gaetano Donizetti" in Bergamo. Im
Jahre 2000 begann er sein Studium am Luxemburgischen National Konservatorium
(Prof. Jean-Jacques Kasel). 2002 war er Preisträger des internationalen
Wettbewerbs "Prix interrégional de concertisme".
Als Schüler von Jean Guillou studierte er mit Hilfe der "Stiftung für
Internationale Meisterkurse für Musik" an den großen Orgeln der Tonhalle
in Zürich und an St. Eustache, Paris. Des weiteren studierte er bei Jean-Paul
Imbert und Francesco Finotti.. Nach mehreren internationalen Wettbewerben bekam
er ein Stipendium (Gemeinde und Cassa Rurale Bank, Italien) und des
Kulturministeriums von Luxemburg. Im Juni 2004 war er Finalist mit 60 anderen
Organisten im Internationalen Orgelwettbewerb "Ville de Paris" und
gewann eine "Mention".
Paolo Oreni übt eine rege Konzerttätigkeit aus mit etwa 100 Konzerten pro
Jahr. Er spielt mit Erfolg als Solist bei den berühmtesten und wichtigsten
Orgelfestivals: Italien, Frankreich (Notre-Dame de Paris und andere Orte), Österreich,
Luxemburg, Deutschland, Schweden, England, Niederland, Dänemark; im November
2005 führt in eine Tournee in die USA,
2006 nach Asien und Australien. Er betätigt sich auch als Kammermusiker,
zusammen mit den ersten Solisten des
Philharmonischen Orchesters des "Teatro Alla Scala"-Mailand, mit
verschiedenen Gruppen oder mit symphonischen Orchestern (Gruppo Fiati Musica
Aperta, Orchestra Stabile G.Donizetti von Bergamo, Pariser Jugendorchester,
Bozener Haydn Orchester).
Über Oreni schreibt die Zeitung "Luxemburger Wort" am 12. Juni
2001: "Paolo Oreni, hoch gelobter Improvisator und ausgestattet mit einer
außerordentlichen Technik ist einer der interessantesten jungen Organisten
seiner Generation. [...]. Alle internationalen Kritiken schreiben von einem
brillanten Interpreten, der die Orgel sowohl einfühlsam, aber auch höchst
virtuos zu spielen versteht, was ihm schon zahlreiche Auszeichnungen
eingebrachte.“
03. Dezember 2006, 18.00 Uhr
- Wolfgang Hausmann,
Esslingen
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