Jon
Laukvik erhielt seine Ausbildung (Kirchenmusik, Orgel und Klavier) zunächst
in seiner Heimatstadt Oslo. Später setzte er das Orgelstudium an der
Musikhochschule Köln bei Michael Schneider und in Paris bei Marie-Claire
Alain fort. Cembalostudien absolvierte er bei Hugo Ruf an der Kölner
Musikhochschule.
1977 erhielt er den ersten und den
Bach-Preis im Orgelwettbewerb der "Internationalen Orgelwoche Nürnberg"; im
selben Jahr wurde er Preisträger des internationalen Orgelwettbewerbs in
Verbindung mit dem Deutschen evangelischen Kirchentag in Berlin.
Seine Konzerttätigkeit als Organist
und Cembalist führte ihn in europäische Länder, nach Israel, Japan, Korea
und in die USA.
Er ist Juror internationaler
Orgelwettbewerbe (z.B. Alkmaar, ARD-Wettbewerb München, Chartres, St Albans,
Dallas, Kaliningrad, Nürnberg, Odense) und hält Kurse und Seminare in West-
und Ost-Europa, in den USA sowie in Asien.
Er ist Verfasser einer Orgelschule
zur historischen Aufführungspraxis in zwei Teilen (Carus-Verlag, Stuttgart);
Teil I: Barock und Klassik (englische Fassung: Historical Performance
Practice in Organ Playing); Teil II: Romantik (englische Fassung: The
Romantic Period). Diese Publikationen sind innerhalb kurzer Zeit
Standardwerke der Orgelpädagogik geworden. Für den Carus-Verlag edierte
er in Zusammenarbeit mit Werner Jacob die Orgelkonzerte Op. 7 von Georg
Friedrich Händel und gab er in Zusammenarbeit mit David Sanger eine
Gesamtausgabe der Orgelwerke Louis Viernes heraus (13 Bände).
Jon Laukvik komponierte u.a. für
Orgel solo sowie für Orgel mit Gesang bzw. mit Instrumenten.
Jon Laukvik ist Professor an der
Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart und an
der Staatlichen Musikhochschule (Norges musikkhøgskole) in Oslo. Von 1998
bis 2003 leitete er zusammen mit Willibald Bezler die
Kirchenmusikerausbildung an der Stuttgarter Musikhochschule.